Forschung

Geförderte Projekte (Forschung)

FORSCHUNG

Schematisch dargestellt: Aktionsradien des Roboterarms.

Eine technische Küchenhilfe

Im Alter nehmen die motorischen Einschränkungen zu. Dies wird mitunter auch beim Kochen sichtbar. Töpfe sind zu schwer, um sie zu heben, Stauräume zu hoch oder zu tief platziert, um Dinge herauszunehmen. Solche Einschränkungen können zur Folge haben, dass nicht mehr gekocht wird – und damit ein Stück selbständiges Leben im Alter verloren geht. Die ZHAW School of Engineering – unterstützt durch das Institut Marketing-Management und die School of Health Professions der ZHAW – hat die technische Machbarkeit eines Küchenassistenzarms geprüft und Zusammen mit der Fachhochschule St. Gallen und der Pro Senectute Zürich untersucht, ob eine solche Hilfe markttauglich wäre. Die Auswertung machte deutlich, dass der Bedarf nach technischer Unterstützung vorhanden ist. Eine technische Assistenz müsste allerdings – Und hier liegt der Hund begraben – umfassend bei allen Tätigkeiten in der Küche Unterstützung leisten. die Zielgruppen sahen aber keinen konkreten Nutzen in dieser Form, weil die Einsatzmöglichkeiten gering seien. Dank der Unterstützung der Walder Stiftung in der Höhe von CHF 20000.— war es möglich, den Test durchzuführen.

FORSCHUNG

Tagung: Die Bedeutung von Grünräumen für alte Menschen

Unsere Städte und Agglomerationen werden dichter. Das hat zur Folge, dass Grünraum knapp wird. Umso wichtiger ist es, dass die verbleibenden Pärke und Plätze gut gestaltet sind. Das gilt besonders für diejenigen, die in unmittelbarer Umgebung der Wohnorte von älteren Menschen liegen, denn deren Bewegungsradius ist wegen gesundheitlicher Einschränkungen kleiner. Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften hat die Bedeutung von Grünräumen in unterschiedlichen Wohnsituationen untersucht. Die Walder Stiftung hat diese Untersuchung mitfinanziert. Deren Erkenntnisse und Resultate wurden 2016 an einer Tagung vorgestellt, die von der Walder Stiftung mitgetragen wurde.

FORSCHUNG

Sprechstunde für Betagte und Angehörige

Oft sind es Angehörige, die ihre betagten Familienmitglieder unterstützen und pflegen. Dank ihnen können alte Leute bis ins hohe Alter ein unabhängiges Leben zu Hause führen. Den Angehörigen fehlt es jedoch häufig an den nötigen Fachkenntnissen. Ein Forschungsprojekt der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften schaffte hier Abhilfe: Sie hat eine pflegebegleitete, familienorientierte Beratungsstelle ins Leben gerufen. Die Beraterinnen stellen die Selbsthilfe ins Zentrum und bieten betagten Menschen und ihren Angehörigen Beratung über die Möglichkeiten der Unterstützung an. In enger Zusammenarbeit mit den betagten Menschen und ihren Familien werden bedarfsgerechte Lösungen entwickelt und in Absprache mit der Stadt Winterthur in deren bestehende Angebote integriert. Die Walder Stiftung hat drei Jahresraten des Betriebs finanziert.

FORSCHUNG

Immer öfter leisten Migrantinnen 24-Stunden-Betreuungsdienste.

FORSCHUNGSPROJEKT untersucht BETREUUNGSARRANGEMENTS MIT CARE-MIGRANTINNEN

Als Folge eines höheren Lebensalters brauchen ältere Menschen mehr Pflege und Betreuung. Gleichzeitig sind die Familien immer weniger in der Lage, ihre Angehörigen selber zu betreuen, zumal erstere ihren Lebensabend immer öfter bei sich zuhause verbringen wollen. Deshalb ist in naher Zukunft eine steigende Nachfrage nach häuslichen Pflege- und Betreuungsleistungen zu erwarten. Bereits heute zeichnet sich eine Versorgungslücke ab, in die zunehmend Care-Migrantinnen mit so genannten Live-in-Arrangements springen. Die Migrantinnen leben für eine bestimmte Zeit bei den Betreuungsbedürftigen und übernehmen Haushaltsarbeiten, Betreuung und teils pflegerische Aufgaben. Eine Studie des Instituts für Pflege der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Winterthur geht davon aus, dass die Anstellung einer Care-Migrantin in einem Live-in-Arrangement Auswirkungen sowohl auf das familiäre System als auch auf die betreute Person hat. Eine fremde Person im Haus erfordert von allen Beteiligten grosse Anpassungsbereitschaft. Distanz und Nähe, Rollen und Aufgaben müssen neu ausgehandelt werden. Die Studie untersuchte das Phänomen der ambulanten 24-Stunden-Betreuung von Haushalten aus der Perspektive der Betroffenen. Einen besonderen Fokus wurde auf die Auswirkungen des Live-in-Arrangements auf das familiäre System gerichtet. Die Walder Stiftung beteiligte sich mit einem essentiellen Beitrag an den Kosten der Studie.

FORSCHUNG

Forschungsprojekt dokumentiert die Bedeutung von GRÜNRÄUMEn FÜR alte Menschen

Über die Bedeutung, die die Gestaltung von Grünflächen auf ältere Menschen hat, wird kaum geredet. Ein Forschungsprojekt des Instituts für Umwelt und Natürliche Ressourcen der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften hat anhand von sieben Beispielen die sozialen, räumlichen und gestalterischen Qualitäten von Aussenräumen dokumentiert. Mit der Studie zeigt das Institut, wie die komplexen sozialen Prozesse zu gestalten sind, damit Aussenräume sinnvoll geplant, gemeinsam genutzt und bewirtschaftet werden können. Die Erkenntnisse aus der Studie flossen in eine Anleitung für Planer und Entscheidungsträger ein und wurden in der Architekturzeitschrift «Hochparterre» präsentiert. Die Walder Stiftung hat sich an der Finanzierung der Studie beteiligt.

FORSCHUNG

Walder Stiftung, Wohnen im Alter

Ältere Migranten tauschen sich eher mit Menschen aus, die ihre Muttersprache sprechen als mit Nachbarn. Eine Untersuchung prüft diese Aussage. 

Wie leben ÄLTERE MIGRANTINNEN UND MIGRANTEN IM QUARTIER?

Für die Beurteilung, ob ein älterer Mensch in der eigenen Wohnung bleiben kann oder ob ein Umzug in eine stationäre Einrichtung nötig wird, ist die Qualität der sozialen Netze in der unmittelbaren Wohnumgebung ein wichtiges Kriterium. Ältere Migrantinnen und Migranten leben eher im Beziehungsnetz mit Menschen ihrer Muttersprache als mit ihren Nachbarn. Das Projekt «Ältere Migrantinnen und Migranten im Quartier» wollte diese These überprüfen. Im Rahmen des Projekts hat das Departement Soziale Arbeit der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften die soziale Integration der älteren Migrantinnen und Migranten im Quartier erforscht. Anschliessend wurden zusammen mit Migrantinnen und Migranten Interventionsideen entwickelt und umgesetzt. Und es entstand ein Leitfaden für Planungsverantwortliche zur Partizipation und Vernetzung der Zielgruppe. Die Walder Stiftung hat das Forschungsprojekt finanziell unterstützt.

FORSCHUNG

Grundlagen für nachberufliches Engagement älterer Menschen

Erforschung von Grundlagen für freiwillige Engagements älterer Menschen und Aufbereitung für die Praxis. Beitrag an die Hochschule Luzern – Soziale Arbeit: CHF 20000.—. 

FORSCHUNG

Evaluation Lebensbedingungen in Genossenschaftssiedlung

Im der Genossenschaftssiedlung Mehr als Wohnen in Zürich hat die Stiftung Züriwerk Wohnungen und Ateliers für Personen mit kognitiven Beeinträchtigungen gemietet. Untersuchung, ob sich deren Lebens-qualität verbessert hat. Beitrag an die Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik, Zürich: CHF 8000.—

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Forschungsprojekt «Capacity»

Wie können älteren, chronisch kranken Menschen mit Herz-Kreislaufproblemen, Diabetes u. ä. Beschwerden Bewegungs- und Sportangebote näher gebracht werden? Beitrag an das Institut für Epidemiologie, Biostatistik und Prävention, Universität Zürich: CHF 20000.—.

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Machbarkeitsstudie «Einkommensentwicklung im Alter»

Auftragnehmer: Prof. Dr. Carlo Knöpfel und Team, Fachhochschule Nordwestschweiz. Im Auftrag von sechs Stiftungen und Organisationen. Beitrag der Walder Stiftung: CHF 15000.—.