Geschichte

Über 30 Jahre Engagement

Die Walder Stiftung wurde 1984 gegründet, 1986 nahm sie ihre Tätigkeit auf. Die Walder Stiftung blickt auf drei Dekaden positiven Wirkens zurück. Am Anfang, von 1986 bis 1995, hat sie ausschliesslich Um- und Ausbauvorhaben von privaten Alters- und Pflegeeinrichtungen finanziert. In dieser Zeit wurden 25 finanzielle Zuwendungen an 18 verschiedene Nutzniesser gesprochen.

Die Dekade von 1996 bis 2005 war geprägt von grossen Umbrüchen in der Altersarbeit: Das Eintritts- und Durchschnittsalter in den Alterseinrichtungen erhöhte sich in dieser Zeit um gut zehn Jahre und die Ansprüche der Bewohnerinnen und Bewohner an Zimmergrösse und Hygienekomfort nahmen erheblich zu. Dem musste in der Altersarbeit entsprochen werden. Der Stiftungsrat hielt zur Jahrtausendwende fest, dass dank den Beiträgen der Walder Stiftung 50 Projekte in 30 Institutionen und Einrichtungen umgesetzt werden konnten. Der Stiftungsrat wollte gleichzeitig ein breiteres Publikum und neue Nutzniesser ansprechen. Zu diesem Zweck hat er 2002 den Projekt- und Ideen-Wettbewerb zum Thema „Wohnen im Alter“ lanciert und die Öffentlichkeitsarbeit intensiviert.

Ab 2006 spiegeln sich die Veränderungen in der Gesellschaft auch in der Walder Stiftung: Die über 65-Jährigen bleiben länger aktiv und geben sich zunehmend „jugendlich“. Vermehrt wurden der Walder Stiftung deshalb in dieser dritten Dekade Generationenwohn- und Quartierentwicklungsprojekte zur Unterstützung vorgeschlagen. Neben der Unterstützung solcher Vorhaben sind Forschungsprojekte stärker in den Fokus gerückt. Die Zahl der geförderten Vorhaben erhöhte sich insgesamt.

Mit der Einführung der neuen Pflegefinanzierung am 1. Januar 2011 veränderte sich auch das finanzielle Umfeld für mögliche Nutzniesser der Fördertätigkeit. Neuartige Vorhaben wie eine Memothek, ein Kompetenzzentrum für Sehstörungen bei alten Menschen oder Forschungsprojekte zur besseren Integration älterer Menschen mit Migrationshintergrund wurden an die Walder Stiftung herangetragen. Mit dem Engagement der Trägerschaften solcher Projekte veränderte sich auch das Verhältnis zwischen Geber und Empfänger. Bittsteller werden zu Partnern, deren gemeinsames Ziel es ist, ihre Ideen und Projekte umzusetzen.

Die Walder Stiftung greift über ihre Fördertätigkeit hinaus regelmässig aktuelle Themen auf und diskutiert sie in Workshops mit Entscheidungsträgern aus Gemeinden, Baugenossenschaften und Immobilienfirmen, mit Fachleuten der Altersarbeit sowie der Quartier- und Regionalentwicklung. Dank dem regen Austausch mit Fachleuten, kann die Walder Stiftung Trends und Entwicklungen frühzeitig erkennen und seine Tätigkeiten auch in Zukunft den Bedürfnissen anpassen.