Die heutigen Bauzonenordnungen führen zu einer Entmischung von Lebensaktivitäten (Wohnen, einkaufen, arbeiten, Nutzung kultureller Angebote). dies schränkt die Lebensqualität aller Generationen ein, insbesondere derjenigen der älteren Bevölkerung. es gibt wenige Gemeinden, welche Investoren Auflagen machen, in neuen Siedlungen Einrichtungen wie Pflegewohngruppen, Spitexstützpunkte, Läden, etc. vorzusehen, die es den Bewohnern ermöglichen, in ihrem vertrauten Quartier zu bleiben, auch wenn sie betreuungs- und pflegebedürftig werden. Bei der Umsetzung bestehender Bauvorschriften für barrierefreies Wohnen werden solche Vorschriften zu wenig beachtet, und bei Baueingaben und Bauabnahmen seitens Behörden nicht rigoros genug eingefordert.
Nach der Begrüssung durch die Präsidentin des Stiftungsrats Franziska Frey-Wettstein, beleuchtete die ehemalige Stadträtin von Zürich, Kathrin Martelli, die Rolle der Politik in dieser Thematik. Im Anschluss daran erörterten Michael Hauser, Stadtbaumeister von Winterthur und Urs Primas, dipl. Architekt ETH in einem kontroversen Dialog das Planen und Bauen im öffentlichen Raum. Den Abschluss der Einführungsreferate machte das Thema Planen und Bauen von privaten Räumen, zu welchem Heinz Aeberli, Leiter Planung und Bau der Familienheim-Genossenschaft Zürich (FGZ), das Konzept der Familiengenossenschaft vorstellte.
Nach einer Pause setzten sich die rund 70 Teilnehmenden in sechs Gruppen zusammen. Jeweils zwei Gruppen diskutierten die von den Referenten erstellten Thesen zu einem der drei Themen der Einführungsreferate. Die angeregten Gespräche gingen während des darauf folgenden Mittagessens weiter. Am Nachmittag wurden die Ergebnisse dieser Gruppenarbeiten in einer abschliessenden Podiumsdiskussion noch weiter diskutiert.
Im Workshop wurden beide ebenen, öffentlicher Raum und private Räume, nach diesen Gesichtspunkten diskutiert und nach entsprechenden lösungen gesucht. der Workshop richtete sich an entscheidungsträger von Gemeinden und Städten, altersbeauftragte, investoren, Planer, architekten, vertreter von Baugenossenschaften, heimleiter und andere am thema interessierte.