Handbuch für Gemeinden: Die Bewegung von älteren Menschen fördern

Handbuch für Gemeinden: Die Bewegung von älteren Menschen fördern

Menschen, die sich wenig bewegen, erkranken häufiger an Herz-Kreislauf-Störungen, Diabetes und anderen chronischen Krankheiten. Wird eine solche Erkrankung festgestellt, ist nur eine Minderheit bereit für eine Trainingstherapie – und die Effekte einer solchen Therapie lassen sich nur schwer in den Alltag übertragen. Um die Bewegung älterer Menschen zu fördern, entwickelte ein Team des Instituts für Epidemiologie, Biostatistik und Prävention der Universität Zürich im Rahmen des Projekts «Capacity» das Konzept «Zämegolaufe»: Im zürcherischen Wetzikon wurden sechs unterschiedlich schwierige Rundstrecken definiert (s. Bild), auf denen sich ältere, körperlich schwächere Personen regelmässig zum gemeinsamen Spaziergang treffen können. Die SpaziergängerInnen wurden mit Smartphones ausgerüstet, das ihre Schritte zählten, ihre Termine festhielten und mit dem Nachrichten ausgetauscht werden konnten. Ihre körperliche Aktivität wurde gemessen und die Veränderungen analysiert. Es zeigten sich durchwegs positive Effekte. Das Projektteam hat einen Leitfaden für die Implementierung des Programms in andere Städte und Gemeinden zusammengestellt. Die Walder Stiftung hat das Projekt mit einem Beitrag von CHF 20000.— unterstützt.