Bauvorhaben

Geförderte Projekte (Bauvorhaben)

Schematisch dargestellt: Aktionsradien des Roboterarms.

Eine technische Küchenhilfe

Im Alter nehmen die motorischen Einschränkungen zu. Dies wird mitunter auch beim Kochen sichtbar. Töpfe sind zu schwer, um sie zu heben, Stauräume zu hoch oder zu tief platziert, um Dinge herauszunehmen. Solche Einschränkungen können zur Folge haben, dass nicht mehr gekocht wird – und damit geht ein Stück selbständiges Leben im Alter verloren. Die ZHAW School of Engineering hat die technische Machbarkeit eines Küchenassistenzarms geprüft und Zusammen mit der Fachhochschule St. Gallen und der Pro Senectute Zürich untersucht, ob eine solche Hilfe markttauglich wäre. Die Auswertung machte deutlich, dass der Bedarf nach technischer Unterstützung vorhanden ist. Eine technische Assistenz müsste allerdings – Und hier liegt der Hund begraben – umfassend bei allen Tätigkeiten in der Küche Unterstützung leisten. die Zielgruppen sahen aber keinen konkreten Nutzen in dieser Form, weil die Einsatzmöglichkeiten gering seien. Dank der Unterstützung der Walder Stiftung in der Höhe von CHF 20000.— war es möglich, den Test durchzuführen.

Die Visualisierung gibt einen Eindruck, wie die neue Siedlung aussehen wird.

Damit alte Menschen lange bleiben können

Die Gemeinnützige Baugenossenschaft Richterswil plant eine neue Siedlung. In fünf versetzt angeordneten Wohnhäusern auf jeweils fünf Geschossen finden insgesamt 81 preisgünstige Zwei- bis Vierzimmerwohnungen Platz. Ein Spitexzentrum, Kindergarten, Kindertagesstätte, Cafeteria Gemeinschafts- und Veranstaltungsräume ergänzen das Angebot. Erfahrungen zeigten den Genossenschaftern, dass für die Bewohnerinnen und Bewohner von Siedlungen dieser Grösse eine Siedlungsassistenzstelle von Vorteil ist. Eine solche soll auch in der neuen Siedlung eingerichtet werden. Sie fördert Begegnungen zwischen den Generationen und unterstützt die älteren Menschen in ihrem Wunsch, so lange als möglich in der eigenen Wohnung bleiben zu können. Die geplante Siedlungsassistenz wird von der Walder Stiftung mit CHF 50000.— unterstützt.

 

Das umgebaute Bauernhaus des Buechehofs.

Ein neues Zuhause für alte Menschen

Im Buechehof in Lostorf wohnen und arbeiten rund 40 Erwachsene mit einer kognitiven Beeinträchtigung. Zum Hof gehört ein Bauernhaus aus dem letzten Jahrhundert, das kürzlich saniert werden musste. Die Struktur und der Charakter des Hauses wurden erhalten, in der vertikalen Ausrichtung jedoch dreifach unterteilt: Weberei im Erdgeschoss, Wohnräume für die Alterswohngruppe im Obergeschoss, Praktikantenwohnung und Therapie im Dachgeschoss. Alle Etagen sind hindernisfrei zugänglich, verbunden sind sie mit einem Lift. Die Liegenschaft vereinigt die verschiedenen räumlichen Qualitäten der ehemaligen Wohngruppen. Mit dem Umbau wurden moderne, den Bedürfnissen der Bewohnerinnen und Bewohnern angepasste Wohn- und Arbeitsräume geschaffen. Der Umbau wurde durch die Walder Stiftung mit CHF 50000.— unterstützt.

Das Kloster Notkersegg bei St. Gallen.

Die Pflegewohngruppe im Kloster

Das Kloster Notkersegg liegt idyllisch auf einem Hügel in der Nähe von St. Gallen. Hier leben Kapuzinerinnen – die älteste Schwester wird 100 Jahre alt. In Ihrer Anfrage schrieben die Schwestern: «Der hochbetagte, geschwächte Mensch wird an den Rand gedrängt, seine „Hinfälligkeit“ scheint im Widerspruch zum Leistungsdenken zu stehen. Wir jungen Schwestern erleben es anders: Wir brauchen die Erfahrungen der alten Generationen, den Humor und die Gelassenheit unserer Betagten…». In diesem Sinne wurde im Kloster eine Pflegewohngruppe für die ältesten Schwestern eingerichtet, damit sie auch mit zunehmender Pflegebedürftigkeit im Kloster bleiben können. Die Walder Stiftung hat dem Kloster CHF 55000.— für die Einrichtung zugesprochen.

Auch mit dem Rollstuhl sind die Hochbeete des Gartens in der Mühlehalde zugänglich (Bild: Stiftung Mühlehalde)

Ein Garten für Blinde

Im Blindenwohnheim Mühlehalde in Zürich leben rund 80 mehrheitlich betagte sehbehinderte und blinde Menschen. Die private Trägerschaft bietet ihnen eine umfassende und fachkundige Pflege sowie eine spezifische Rehabilitation, die sowohl ihre Selbständigkeit als auch ihre Beweglichkeit fördert. Ein idealer Ort, sich trotz Sehbehinderung und altersbedingten Einschränkungen zu bewegen, ist der Garten, in den das Blindenwohnheim eingebettet ist. Der Garten ist speziell auf die Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner zugeschnitten: Durch einen Teil des Gartens führen orangefarbene Handläufe, der Weg um den Teich ist mit weissem Kies bedeckt. Das erhöht den Kontrast und erleichtert die Orientierung. Das Kernstück des Gartens ist für Rollstuhlfahrer und Fussgängerinnen problemlos begehbar, andere Teile erfordern einen guten Gleichgewichtssinn und körperliches Training. Auch akustisch bietet der Garten Abwechslung: zwitschernde Vögel, blökende Schafe, knirschende Schritte oder das Lachen der Kinder der nahen Waldkindertagesstätte. Verschiedene Inseln mit Sitzmöglichkeiten laden zum Ausruhen oder Plaudern ein. Die Walder Stiftung hat die Gestaltung des Gartens mit einem Beitrag von CHF 50000.— unterstützt.

Steht zur allgemeinen Nutzung bereit: der Pavillon der Wohnbaugenossenschaft maettmi50plus (Bild: maettmi50plus).

Wo sich die  Bewohnerinnen und Bewohner treffen

Die Wohnbaugenossenschaft maettmi50plus hat 2015 im zürcherischen Mettmenstetten 23 Wohnungen gebaut, die vornehmlich von Menschen in der dritten und vierten Lebensphase bewohnt werden. Die Genossenschaft will, dass die Bewohnerinnen und Bewohner bis ins hohe Alter möglichst selbständig hier leben können. Um Vereinsamungen wirkungsvoll zu begegnen, hat sie inmitten der Siedlung einen Pavillon gebaut. Hier treffen sich alle zur Ausstellung, zum Konzert oder zum Grillieren und Musizieren. Die Walder Stiftung hat den Bau des Gemeinschaftspavillons mit CHF 160000.— unterstützt.

Stimmungsvolle Preisverleihung  im Hotel Four Points by Sheraton, Sihlcity

 

Mehr als 120 Gäste konnte unsere Präsidentin Franziska Frey-Wettstein begrüssen an der Preisverleihung der Ausgabe 2016/17 des Wettbewerbs "Gut Wohnen und Leben im Alter" im Hotel Four Points by Sheraton, Sihlcity, 8045 Zürich.

Die beiden Jury-Mitglieder und Stiftungsräte Brigit Wehrli-Schindler und Wilhelm Natrup würdigten die Preisträger in der Kategorie Bau-, Siedlungs- und Quartiervorhaben.

Die beiden Preisträger der Kategorie "Lebenshilfe" wurden vom Jury-Mitglied und Stiftungsrätin Jeannette Höfliger vorgestellt und gewürdigt.

 

Impressionen

Bilder © NetriX GmbH 2017 / Author: Dominik Frey

© NetriX GmbH 2017 / Author: Dominik Frey

Projekt Eulenweg
Im Mehrfamilienhaus der Stiftung W. F. J. B. in Zürich wohnen Menschen mit Behinderungen, alte Menschen und Familien zusammen.

Wohnungen für ältere Behinderte

Aufgrund des medizinischen Fortschrittes und der demographischen Entwicklung werden Menschen mit einer Körperbehinderung oder einer Hirnverletzung immer älter. Werden sie 65, finden sie aber oft keine befriedigende Wohnlösung. Für einen Platz im Alters- oder Pflegeheim sind sie zu jung, für eine Wohnung der Stiftung für jüngere Behinderte W. F. J. B. zu alt. Die Stiftung W. F. J. B. schaffte Abhilfe: Im Sommer 2016 hat sie ein älteres Mehrfamilienhaus in Zürich-Altstetten saniert und mit 26 rollstuhlgängigen und altersgerecht eingerichteten 2½- und 3½-Zimmerwohnungen ausgerüstet. Bewohnt wird es nun von Menschen mit Körperbehinderung, Menschen im AHV-Alter sowie von Familien mit Kindern. Die Walder Stiftung hat den Umbau mit einem namhaften Beitrag unterstützt.

Tagung: Die Bedeutung von Grünräumen für alte Menschen

Unsere Städte und Agglomerationen werden dichter. Das hat zur Folge, dass Grünraum knapp wird. Umso wichtiger ist es, dass die verbleibenden Pärke und Plätze gut gestaltet sind. Das gilt besonders für diejenigen, die in unmittelbarer Umgebung der Wohnorte von älteren Menschen liegen, denn deren Bewegungsradius ist wegen gesundheitlicher Einschränkungen kleiner. Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften hat die Bedeutung von Grünräumen in unterschiedlichen Wohnsituationen untersucht. Die Walder Stiftung hat diese Untersuchung mitfinanziert. Deren Erkenntnisse und Resultate wurden 2016 an einer Tagung vorgestellt, die von der Walder Stiftung mitgetragen wurde.

Der neue Dachgarten des Alterswohnheims Enge in Zürich.

Nahrung für die Sinne

Im gemeinnützigen Quartieralterswohnheim Enge in Zürich leben 67 Bewohnerinnen und Bewohner. Der Stiftungsrat hatte anlässlich des 40. Jubiläumsjahrs beschlossen, auf dem Dach des Pflegeheims einen neuen Garten anzulegen. Der Garten ist offen für Spaziergänge und Begegnungen. Er macht Sinneserfahrungen möglich und es dürfen Blumen und Kräuter gepflanzt und gepflückt werden. Ausserdem bietet er Rückzugsmöglichkeiten, die nach neuesten gerontologischen Erkenntnissen gestaltet sind. Die Walder Stiftung hat den Bau des Dachgartens finanziell unterstützt.

Die gute Stube im Bauernhof

In einem Bauernhof im züricherischen Niederweningen hat die Genossenschaft Gemeinschaftshof 15 altersgerechte Wohnungen eingebaut. Mittelpunkt des Gebäudes ist ein Gemeinschaftsraum, der mit seinem grossen Kachelofen  wohnliche Atmosphäre verbreitet. Die Walder Stiftung ermöglichte mit Ihrem Beitrag den Einbau des Kachelofens.

Neue Website informiert über Alzheimer

Neue Website informiert über Alzheimer

In der Schweiz leben 116 000 Menschen mit Demenz, bis im Jahr 2050 werden es 300 000 sein. Neben hohen Kosten verursacht die Alzheimer-Krankheit grosses menschliches Leid. Das liegt unter anderem am fehlenden Wissen sowie an fehlender Vernetzung. Sowohl Betroffene als auch Angehörige, Betreuende und Institutionen sind oft überfordert. Die Stiftung Sonnweid und das Demenz-Zentrum Sonnweid in Wetzikon wollten dem Missstand mit einer neuen Website entgegenwirken. Die Website www.alzheimer.ch vermittelt wertvolle Informationen, praktische Tipps und Anregungen für alle, die mit Alzheimer in Berührung kommen. Sie können sich in Foren austauschen und Videos anschauen. Stiftung und Demenz-Zentrum Sonnweid leisten mit der Website einen wichtigen Beitrag dazu, dass Menschen mit Demenz kompetent betreut werden und damit in Würde leben können. Die Walder Stiftung hat sich mit einem essentiellen Beitrag an der Entwicklung und der Lancierung der Website (März 2016) beteiligt.

Ein Treffpunkt für alle Generationen

Der Gemeinderat von Mönchaltorf wollte vor einigen Jahren wissen, was es braucht, damit sich alte Menschen in der Gemeinde wohl fühlen. Er organisierte einen gut besuchten Workshop an dem unter anderem eine Anlaufstelle für Seniorinnen und Senioren sowie ein stärkeres soziales Netzwerk gewünscht wurden. In der Folge hat die Gemeinde zusammen mit der Genossenschaft Widenbühl in deren Mehrgenerationensiedlung den «Widenbüel Träff» eingerichtet, der generationenübergreifende Kontakte möglich macht. Die Walder Stiftung hat den Start des Betriebs unterstützt.

Sprechstunde für Betagte und Angehörige

Sprechstunde für Betagte und Angehörige

Oft sind es Angehörige, die ihre betagten Familienmitglieder unterstützen und pflegen. Dank ihnen können alte Leute bis ins hohe Alter ein unabhängiges Leben zu Hause führen. Den Angehörigen fehlt es jedoch häufig an den nötigen Fachkenntnissen. Ein Forschungsprojekt der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften schaffte hier Abhilfe: Sie hat eine pflegebegleitete, familienorientierte Beratungsstelle ins Leben gerufen. Die Beraterinnen stellen die Selbsthilfe ins Zentrum und bieten betagten Menschen und ihren Angehörigen Beratung über die Möglichkeiten der Unterstützung an. In enger Zusammenarbeit mit den betagten Menschen und ihren Familien werden bedarfsgerechte Lösungen entwickelt und in Absprache mit der Stadt Winterthur in deren bestehende Angebote integriert. Die Walder Stiftung hat drei Jahresraten des Betriebs finanziert.

Immer öfter leisten Migrantinnen 24-Stunden-Betreuungsdienste.

FORSCHUNGSPROJEKT untersucht BETREUUNGSARRANGEMENTS MIT CARE-MIGRANTINNEN

Als Folge eines höheren Lebensalters brauchen ältere Menschen mehr Pflege und Betreuung. Gleichzeitig sind die Familien immer weniger in der Lage, ihre Angehörigen selber zu betreuen, zumal erstere ihren Lebensabend immer öfter bei sich zuhause verbringen wollen. Deshalb ist in naher Zukunft eine steigende Nachfrage nach häuslichen Pflege- und Betreuungsleistungen zu erwarten. Bereits heute zeichnet sich eine Versorgungslücke ab, in die zunehmend Care-Migrantinnen mit so genannten Live-in-Arrangements springen. Die Migrantinnen leben für eine bestimmte Zeit bei den Betreuungsbedürftigen und übernehmen Haushaltsarbeiten, Betreuung und teils pflegerische Aufgaben. Eine Studie des Instituts für Pflege der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Winterthur geht davon aus, dass die Anstellung einer Care-Migrantin in einem Live-in-Arrangement Auswirkungen sowohl auf das familiäre System als auch auf die betreute Person hat. Eine fremde Person im Haus erfordert von allen Beteiligten grosse Anpassungsbereitschaft. Distanz und Nähe, Rollen und Aufgaben müssen neu ausgehandelt werden. Die Studie untersuchte das Phänomen der ambulanten 24-Stunden-Betreuung von Haushalten aus der Perspektive der Betroffenen. Einen besonderen Fokus wurde auf die Auswirkungen des Live-in-Arrangements auf das familiäre System gerichtet. Die Walder Stiftung beteiligte sich mit einem essentiellen Beitrag an den Kosten der Studie.

Wohnen im Alter, Walder Stiftung
Das Wohnheim Schanzacker in Zürich hat einen neuen Essraum.

Damit das Essen in Ruhe genossen werden kann

Im Wohnheim Schanzacker in Zürich leben erwachsene Frauen mit geistiger Behinderung. Ziel der Trägerschaft ist es, den Frauen während ihren unterschiedlichen Lebensphasen möglichst eigenständige und selbstbestimmte Tage  zu verhelfen. Dazu gehört auch eine angenehme Umgebung. Weil es im Essraum des Wohnheims jedoch stets zu lärmig war, wurde dieser mit einer Schalldämmung ausgerüstet. Die Walder Stiftung übernahm einen finanziellen Anteil an den Baukosten.

Wohnen im Alter, Walder Stiftung
Ein neues Badezimmer für betagte Sehbehinderte.

BADEZIMMER Für SEHBEHINDERTE MENSCHEN

Die Stiftung Mühlehalde in Zürich betreibt ein Wohnheim für blinde und sehbehinderte hochbetagte Menschen. Im Zuge der Sanierung von Heizung und Aussenhülle wurden auch die Badezimmer renoviert. Die Lichtschalter, Türgriffe und Sanitäranlagen wurden sowohl farblich als auch technisch den Bedürfnissen hochbetagter, blinder Bewohnerinnen und Bewohner angepasst und die Nasszellen wurden behindertenfreundlich eingerichtet. Die Walder Stiftung hat sich an der Umrüstung der Badezimmer finanziell beteiligt.

Forschungsprojekt dokumentiert die Bedeutung von GRÜNRÄUMEn FÜR alte Menschen

Über die Bedeutung, die die Gestaltung von Grünflächen auf ältere Menschen hat, wird kaum geredet. Ein Forschungsprojekt des Instituts für Umwelt und Natürliche Ressourcen der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften hat anhand von sieben Beispielen die sozialen, räumlichen und gestalterischen Qualitäten von Aussenräumen dokumentiert. Mit der Studie zeigt das Institut, wie die komplexen sozialen Prozesse zu gestalten sind, damit Aussenräume sinnvoll geplant, gemeinsam genutzt und bewirtschaftet werden können. Die Erkenntnisse aus der Studie flossen in eine Anleitung für Planer und Entscheidungsträger ein und wurden in der Architekturzeitschrift «Hochparterre» präsentiert. Die Walder Stiftung hat sich an der Finanzierung der Studie beteiligt.

Neues leben in ALTERSWOHNUNGEN

Die Stiftung Hadlaub Ev. Ref. Kirche Oberstrass bietet älteren Menschen in einer Liegenschaft am Zürichberg Ein- bis Zweizimmer-Wohnungen an. Weil die Liegenschaft nicht mehr den Bedürfnissen entsprach, musste sie umfassend saniert werden. Bei dieser Gelegenheit wurde der alte Mehrzweckraum zum attraktiven Gemeinschaftsraum ausgebaut. Die Bewohnerinnen und Bewohner können sich hier treffen und verschiedene  Veranstaltungen besuchen. Ein neues Gästezimmer bringt Aussenstehende ins Haus. Die Walder Stiftung hat mit einem substanziellen Beitrag die Renovation des Gemeinschaftsraumes sowie die Einrichtung des Gästezimmers finanziert.

Walder Stiftung, Wohnen im Alter
Ältere Migranten tauschen sich eher mit Menschen aus, die ihre Muttersprache sprechen als mit Nachbarn. Eine Untersuchung prüft diese Aussage.

Wie leben ÄLTERE MIGRANTINNEN UND MIGRANTEN IM QUARTIER?

Für die Beurteilung, ob ein älterer Mensch in der eigenen Wohnung bleiben kann oder ob ein Umzug in eine stationäre Einrichtung nötig wird, ist die Qualität der sozialen Netze in der unmittelbaren Wohnumgebung ein wichtiges Kriterium. Ältere Migrantinnen und Migranten leben eher im Beziehungsnetz mit Menschen ihrer Muttersprache als mit ihren Nachbarn. Das Projekt «Ältere Migrantinnen und Migranten im Quartier» wollte diese These überprüfen. Im Rahmen des Projekts hat das Departement Soziale Arbeit der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften die soziale Integration der älteren Migrantinnen und Migranten im Quartier erforscht. Anschliessend wurden zusammen mit Migrantinnen und Migranten Interventionsideen entwickelt und umgesetzt. Und es entstand ein Leitfaden für Planungsverantwortliche zur Partizipation und Vernetzung der Zielgruppe. Die Walder Stiftung hat das Forschungsprojekt finanziell unterstützt.

Wohnen im Alter
Für alte Menschen von grosser Bedeutung: Eine qualitativ hochstehende Palliativ-Pflege.

Qualitativ hochstehende Palliativ-Pflege

Ein möglichst lückenloses Angebot an spezialisierter Palliativ-Pflege ist für viele Menschen am Ende des Lebens von grosser Bedeutung. Onko Plus, eine kleine private Spitex-Organisation im Kanton Zürich, hat sich auf qualitativ hochstehende Palliativ-Pflege spezialisiert. Ihre Mitarbeiterinnen sind gut ausgebildet, erfahren und hochmotiviert. Die Walder Stiftung unterstützte das Team von Onko Plus deshalb in der Startphase mit dem Ziel, dass Onko Plus innert nützlicher Frist selbsttragend arbeiten kann.

Alterspflege am Scheideweg

Die Veränderungen der Kräfteverhältnisse zwischen Aktiven und Pflegebedürftigen aufgrund der Pensionierung der Babyboomer stellt unsere Gesellschaft vor grosse Herausforderungen. Einerseits werden Personalressourcen für die Pflege fehlen, sowohl im familiären wie im beruflichen Umfeld. Andererseits werden die Kosten der Sozialversicherungen signifikant steigen. Demzufolge braucht es kostendämpfende Massnahmen wie auch neue Finanzierungsformen.

von Dr. Jérôme Cosandey

Zuerst die gute Nachricht: Wir werden immer älter und bleiben immer länger jung. Die Lebenserwartung steigt, und dies zum grossen Teil bei guter Gesundheit. Gleichzeitig, als Folge des Wohlstands, bekommen Frauen weniger Kinder. Die durchschnittliche Geburtenrate liegt in der Schweiz bei 1,5 Kinder pro Frau und liegt damit deutlich unter dem nötigen Wert von 2,1 Kinder pro Frau, die eine konstante Bevölkerungsgrösse sichern würde. Ein längeres Leben bei tieferer Geburtenrate führt zu einer Alterung der Gesellschaft. Konnte man früher von einem breiten Familienstammbaum sprechen, so gleichen die heutigen Generationenstrukturen eher einem langen, schmalen Bambusstock. Dies hat weitreichende Konsequenzen für den Generationenvertrag sowohl im «Kleinen», in der Familie, als auch im «Grossen», sprich bei der staatlichen sozialen Sicherheit.

Dr. Jérôme Cosandey

Dr. Jérôme Cosandey

«Mehr Rentner, die länger leben, müssen durch immer weniger Erwerbstätige finanziell unterstützt werden.»

Quellen: BFS 2013, eigene Berechnungen Dr. Jérôme Cosandey

Ein Generationenvertrag unter Druck

Zuerst führt ein längeres Leben zu neuen Krankheitsbildern. Dank dem medizinischen Fortschritt überleben mehr Menschen Herzinfarkte und Krebserkrankungen. Dafür leiden sie zunehmend unter chronischen Beschwerden (z.B. Alzheimer). Ehepartner und Verwandte sind bei der Pflege solcher Fälle besonders gefordert und kommen oft an ihre eigenen Grenzen. Die Alterung der Gesellschaft beeinträchtigt diese Form des Generationenvertrags, weil die Betreuungsaufgabe auf den Schultern von immer weniger Freiwilligen lastet (siehe Abbildung).

Dieser demographische Trend wird durch Veränderungen unserer Gesellschaft verschärft. Mit der Urbanisierung sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass zumindest ein Kind in unmittelbarer Nähe der Eltern bleibt. Längere Arbeitswege und unregelmässige Arbeitszeiten erschweren regelmässige Betreuungsdienste innerhalb der Familie. Schnell bei den Eltern über Mittag vorbeizuschauen, ist für viele Berufstätige nicht mehr möglich. Können Ehepartner und Kinder ihren betagten Angehörigen nicht mehr helfen, müssen diese durch Fachpersonen, ambulant oder stationär, gepflegt werden. Auch hier fordert die Alterung ihren Tribut, weil der Topf potentieller Fachkräfte kleiner wird. In der Schweiz wird sich bis 2030 das Verhältnis der aktiven Bevölkerung zu den Hochaltrigen halbieren, bis 2050 sogar dritteln.

Zuletzt gefährdet die Alterung der Gesellschaft die Finanzierung wichtiger Sozialversicherungen. So zum Beispiel die im Umlageverfahren organisierte AHV. Nach diesem «Durchlauferhitzer»-Prinzip zahlen die Erwerbstätigen via Lohnbeiträge die laufenden Renten der heutigen Rentner. Mehr Rentner, die länger leben, müssen durch immer weniger Erwerbstätige finanziell unterstützt werden. Auch die Finanzierung der Alterspflege ist von dieser Entwicklung tangiert. Diese stützt sich auf drei Pfeiler: Pflege, Betreuung und Hotellerie. Für die letzteren beiden zahlt der Betagte aus eigener Kasse. Die Pflegekosten werden zwischen Krankenkassen, der öffentlichen Hand und den Heimbewohnern aufgeteilt. Die Prä- mien der Krankenkassen werden pro Kopf und unabhängig vom Alter festgelegt. Da die meisten Gesundheitskosten in den zwei Jahren vor dem Tod entstehen, bedeutet dies eine durchaus gewollte Subventionierung der Alten durch die Jungen. Auch die staatliche Finanzierung der Pflege setzt eine hohe Solidarität zwischen den Generationen voraus, weil die Restkostenfinanzierung im ambulanten wie im stationären Bereich, sowie Betreuungsund Hotelleriekosten von Bezüger von Ergänzungsleistungen durch Steuermitteln sichergestellt wird. Eine Schätzung des Steueramtes des Kantons Zürich zeigt, dass 73% der kantonalen Einkommens- und Vermögenssteuern von Steuerzahlern unter 65 Jahren geleistet werden.

«Ambulant UND stationär“ als Maxime

Um die finanziellen und personellen Herausforderungen einer alternden Gesellschaft zu meistern, wird der schonende Umgang mit knappen Ressourcen besonders wichtig. Im Bereich der Alterspflege heisst es nicht nur die Effizienz von Spitex-Organisationen und von Alters- und Pflegeheimen, sondern auch die Effektivität der ganzen Altersversorgungskette zu optimieren. «Ambulant vor stationär» lautet oft die Maxime. Auch wenn dieser Grundsatz häufig finanziell sinnvoll ist, stimmt er nicht für jede pflegebedürftige Person. Je nach Situation übersteigen die täglichen Spitex-Kosten bereits nach 90 bis 120 Minuten Tagespflege die Tagespauschale eines Pflegeheims. Der Grund liegt darin, dass Heime ihre Ressourcen effizienter einsetzen können. Es bestehen keine unproduktiven Anreisewege und die Mitarbeiter können besser entsprechend ihren Kompetenzen – hochqualifiziertes Personal für die Pflege, weniger qualifiziertes für die Betreuung – eingesetzt werden. Die Maxime soll viel mehr «ambulant UND stationär» heissen. Dabei sollen vermehrt neue, intermediäre Lösungen zwischen dem Verbleib zu Hause und dem Heimeintritt berücksichtigt werden. So können neue Wohnformen eine ressourcenschonende Zusammenarbeit zwischen Generationen ermöglichen. Beim «Service-Wohnen» zum Beispiel können die Bewohner nach Bedarf spezielle Dienste abrufen. Solche Siedlungen haben ihre eigenen Restaurants, Coiffeursalons, Ärzte und sogar Pflegeabteilungen. Senioren können dort in ihren beschwerdefreien Jahren einziehen und mit der Zeit immer mehr individuelle Hilfsangebote in Anspruch nehmen. Die Angehörigen besuchen sie dort umso lieber, weil die gemeinsame Zeit so voll ausgenutzt werden kann. Eine weitere Alternative sind betreute Demenz-Wohngemeinschaften. Sie bieten weitestgehend den Betreuungskomfort eines Heims, haben aber keinen «Institutionscharakter». Solche Wohngemeinschaften existieren bereits in Deutschland, Frankreich, Österreich und Schweden. In den Kantonen Waadt und Wallis laufen Pilotprojekte. Die Wohngemeinschaften richten sich an Menschen mit Demenz, die nicht auf intensive Pflege angewiesen sind, jedoch aufgrund des Fortschritts ihrer Krankheit nicht mehr allein zu Hause leben können. Die ca. sechs Bewohner einer solchen Wohngemeinschaft werden während 24 Stunden professionell betreut. Die Anzahl Bewohner wird bewusst klein gehalten, um den familiären Charakter der Struktur zu wahren. Es soll nach Braten schmecken, damit Bewohner und Angehö- rige animiert werden, beim Einkaufen und Kochen mitzuwirken. Somit können die Angehörigen eine aktive Rolle im Generationenvertrag einnehmen, die besser mit ihrer Wohn- und Arbeitssituation vereinbar ist. Gleichzeitig halten sie durch eigene Leistungen die Pflegekosten tief.

«Kann eine Person die Prämie nicht zahlen, soll der Staat, analog zur heutigen Regelung für Krankenkassenprämien, den Bürger entlasten.»

Ein vererbbares Pflegekapital als neue Finanzierungsform

Nebst der Eindämmung der Kostenentwicklung muss auch die Frage, wie diese Kosten aufgeteilt werden, adressiert werden. Viele empfinden die heutige Pflegefinanzierung als unfair. Wer beim Pflegeheimeintritt noch Kapital besitzt, muss den Aufenthalt selber zahlen, wer nicht, wird mit Ergänzungsleistungen unterstützt. Sparen für die Alterspflege wird bestraft, Konsum belohnt. 

Dr. Jérôme Cosandey Vortrag

Avenir Suisse schlägt deshalb die Bildung eines obligatorischen, individuellen und vererbbaren Pflegekapitals vor. Die angesparten Mittel sind im Pflegefall für alle Leistungen einsetzbar, ob Pflege oder Betreuung, ob zu Hause oder im Heim, je nach Präferenz (siehe Box). Damit wird Einfachheit im Dschungel der Pflegefinanzierung geschaffen. Wer schon einmal eine Heimrechnung gesehen hat, weiss wovon die Rede ist. Heute werden die Pflegekosten auf die Krankenkasse, die kantonale Gesundheitsdirektion und den Patienten aufgeteilt. Letzterer zahlt auch die Betreuungs- und Hotelleriekosten, es sei denn, er bezieht Ergänzungsleistungen. Dann springt die Sozialdirektion ein. Mit dem Pflegekapital wäre alles aus einer Hand finanziert. Das Pflegepersonal müsste nicht mehr akribisch notieren, was von wem bezahlt wird, sondern könnte sich vermehrt den Patienten widmen. Im Gegensatz zu anderen Pflegeversicherungen handelt es sich hier nicht um eine zentrale, anonyme Umverteilungsmaschine. Nein, hier spart jeder auf seinem Konto Gelder an, die er für die eigene Alterspflege brauchen kann. Die nicht verwendeten Ersparnisse werden im Todesfall vererbt. So wird die Unterstützung der Angehörigen honoriert, der schonende Umgang mit Ressourcen angespornt und die Eigenverantwortung gestärkt.

Prämie nur auf den ersten Blick teuer

Die durchschnittlichen Pflege- und Betreuungskosten (ohne Hotellerie) für die ganze in einem Pflegeheim verbrachte Lebenszeit betragen 134’000 Franken. Zur Finanzierung dieses Alterspflegekapitals resultiert bei Einzahlungen ab Alter 55 eine monatliche Prämie von 285 Franken. Dies mag auf den ersten Blick hoch erscheinen. Doch heute wird ein grosser Teil der vorgeschlagenen Monatsprämien über andere Kanäle finanziert, die dementsprechend angepasst werden müssen.

So werden derzeit ca. 130 der 285 Franken von den Krankenkassen getragen. Für diesen Anteil wäre die Einführung des Vorsparens kostenneutral, weil die Krankenkassenprämien im gleichen Umfang gesenkt werden. Für die restlichen Pflegekosten (ca. 110 Franken) kommt heute die öffentliche Hand auf. Diese Kosten würden nun durch die Haushalte direkt getragen. Entsprechend müssten die Steuern für natürliche Personen sinken – am besten durch eine Reduktion des Steuerfusses für alle Bürger. Da es der Politik häufig schwer fällt, hinfällige Ausgaben in Form einer nachhaltigen Steuerreduktion zu kompensieren, ist eine Abziehbarkeit der Altersvorsorgeprämie vom steuerbaren Einkommen als zweitbeste Lösung denkbar. 

Solidarität sichergestellt

Das Modell sieht eine stärkere Eigenverantwortung für die Finanzierung der Altersvorsorge vor. Im Gegenzug ermöglicht es mehr Wahlfreiheit. Nur eine Mindestpflegebedürftigkeit wird für die Auszahlung der Leistungen vorausgesetzt. Der Patient bestimmt hingegen selber den Leistungserbringer, der am besten seinen Erwartungen entspricht und seine finanziellen und familiären Ressourcen ergänzt. Das Modell sieht auch solidarische Elemente vor. Kann eine Person die Prämie nicht zahlen, soll der Staat, analog zur heutigen Regelung für Krankenkassenprämien, den Bürger entlasten. Damit bleibt ein soziales Auffangnetz bestehen. Der Staat kommt jedoch nur subsidiär statt mit der Giesskanne zum Zug.

Eckwerte des Pflegekapitals

  • Finanzierung: Jeder Versicherte kumuliert seine einbezahlten Prämien, die er im Pflegefall verwenden kann, auf einem individuellen Konto. Im Todesfall können die nicht verwendeten Ersparnisse vererbt werden. Damit wird indirekt das Engagement der Familienmitglieder, die durch ihre Pflegetätigkeit die Pflegekosten niedrig halten, honoriert. Die Prämienhöhe müsste so ausgelegt werden, dass sie die Finanzierung eines durchschnittlichen Heimaufenthaltes sichern kann.
  • Leistungsberechtigte: Von den angesparten Geldern können alle versicherten Senioren Leistungen beziehen, die einen hohen, ärztlich festgelegten Pflegebedarf, zum Beispiel von mindestens 60 Minuten Pflege pro Tag, nachweisen. Leistungen können ambulant (Spitex), semi-stationär (z. B. Tagesstrukturen) oder stationär in Pflegeheimen erbracht werden.
  • Versicherungspflicht: Die Versicherung ist als Obligatorium konzipiert. Die Versicherungspflicht beginnt erst im fortgeschrittenen Alter, zum Beispiel mit 55 Jahren und dauert bis zum durchschnittlichen Alter des Heimeintritts (heute 81,4 Jahre). Damit wird die «Sandwich-Generation» gezielt entlastet.
  • Leistungsumfang: Die Versicherung deckt sowohl Pflege- als auch Betreuungsleistungen, die mittels Pauschale nach Betreuungsbedarf abgegolten werden. Dank der Kombination von Pflege- und Betreuungsleistungen entfällt der Bedarf einer akribischen Leistungserfassung für die Krankenkassen und andere Kostenträger. Damit wird qualifiziertes Pflegepersonal von administrativen Tätigkeiten entlastet und kann mehr Zeit mit den Patienten verbringen. Die Kosten für die Hotellerie werden nicht eingerechnet, um keine Anreize für Essensdienste oder Heimeintritte zu schaffen.
  • Organisation: Die Verwaltung sollte dezentral erfolgen, damit einerseits Wettbewerb entsteht – und dadurch Innovation und Effizienz gefördert, und andererseits die Anlagerisiken auf verschiedene Institutionen diversifiziert werden. Bestehende Organisationen wie Krankenkassen oder Pensionskassen könnten dafür in Frage kommen. Denkbar wäre aber auch die Schaffung neuer Gesellschaften, die sich im Rahmen einer Lizenzvergabe für diese Aufgabe bewerben müssten.

In ihren drei Förderbereichen: Soziales und Kulturelles, angewandte Forschung und bauliche Projekte setzt die Walder Stiftung in den kommenden drei Jahren klare inhaltliche Schwerpunkte.

AUSGEHEND VON  FAKTEN UND ZAHLEN, WELCHE DIE DEMOGRAPHISCHE ENTWICKLUNG IN DER SCHWEIZ AUFZEIGEN, HAT SICH DIE WALDER STIFTUNG NEU POSITIONIERT. NICHT NUR WERDEN IM GANZEN BEREICH BETREUUNG DIE FACHKRÄFTE FEHLEN, ES GILT AUCH DEN BEDÜRFNISSEN EINER ZUNEHMENDEN ZAHL  ALTER MENSCHEN VERMEHRT BEACHTUNG ZU SCHENKEN.

Das Ziel unserer Förderpolitik bleibt die Unterstützung des alten Menschen bei seinem Streben nach Selbständigkeit bis ins hohe Alter.  Das Wohnen ist dabei von zentraler Bedeutung. 
Klar zeigt sich, dass eine immer breitere  Lücke entsteht zwischen der Betreuung im stationären Bereich und der Hilfen bei der Bewältigung des Alltags zuhause. Diese Lücke ist auf die sich wandelnde Gesellschaft, aber auch auf eine den heutigen und künftigen Bedürfnisse nicht mehr angepasste Gesetzgebung zurückzuführen. 

Wir wollen einen Beitrag leisten, damit diese Lücke geschlossen werden kann. 
Daher suchen wir Projekte (siehe auch Gesuche) mit folgenden Schwerpunkten:

1. SCHNITTSTELLEN ZWISCHEN STATIONÄRER PFLEGE/SPITEX/BETREUUNG/BEGLEITUNG UND HILFEN.

Das Wohnen liegt im Fokus. Die Bewältigung des Alltags steht im Vordergrund. Der Zugang zu den Angeboten soll leicht benutzbar, gut erreichbar und für Senioren attraktiv sein.
Wir suchen Projekte welche

  • Welche das Zusammenspiel der Akteure an den Schnittstellen Betreuung/Pflege, Ambulant/Stationär beispielhaft lösen und ihre Lösung Interessierten zugänglich machen wollen.
  • Die Vernetzung bestehender Angebote ausbauen und optimieren.
  • Zusammenschluss/Koordination von  stationären und ambulanten Angeboten anstreben.
  • Verschiedene Gemeinden für eine einfache, gut vernetzte Lösung gewinnen und sich gemeinsam für deren Durchsetzung engagieren

2.  SENSIBILISIERUNG DER ENTSCHEIDUNGSTRÄGER IN DER IMMOBILIENBRANCHE, IN POLITIK UND VERWALTUNG

Veranstaltungen für die Immobilienbranche sowie für die Politik  auf Gemeinde- regionaler oder auf kantonaler Ebene mit dem Ziel Immobilienfachleute, zuständige Politikerinnen und Politiker und interessierte Kreise mit der Problemstellung zu konfrontieren und sie vom Handlungsbedarf zu überzeugen.  

3. ZIVILGESELLSCHAFTLICHE INITIATIVEN 
Die Zivilgesellschaft muss auch ihrerseits vermehrt Verantwortung im sozialen Bereich übernehmen. Die Familienstrukturen haben sich verändert und das Zusammenleben zwischen den Generationen zeigt ganz neue Formen des Zusammenlebens auf.  Gelungene Beispiele sollen der Gesamtbevölkerung aufgezeigt und die Diskussion damit in Gang gebraucht werden. Print- und Elektronische Medien sind dazu geeignet. 

Das Haus des Zentrums Wiitsicht in Trübbach ist von einem Garten speziell für Demente umgeben.

Ein Garten für Demente

Je mehr die Gedächtnisleistung im Alter abnimmt, desto wichtiger werden Sinneswahrnehmungen: Stimmungen, die unmittelbare Gegenwart der Natur, das Berühren von Menschen, Gegenständen, von Erde, Pflanzen und Tieren werden lebensnotwendig. Natur und Gartenlandschaften fördern nicht nur das Wohlbefinden des Menschen, sie unterstützen auch Therapien und Heilungsprozesse. Deshalb hat das Zentrum «Wiitsicht», das im sanktgallischen Grabs eine Tagesstätte für Menschen mit Demenz führt und da auch eine Demenz-Fachstelle betreibt, bei ihrer Liegenschaft Wartburg in Trübbach eine Gartenanlage gebaut, die den spezifischen Bedürfnissen dementer Menschen entspricht. Die Walder Stiftung hat mit ihrem Beitrag die Planung und Einrichtung des Gartens ermöglicht.

Planungsgrundlagen Mehrgenerationenhaus Abendweg

Im Luzerner Quartier Wesemlin entsteht ein Mehrgenerationenhaus mit altersgerechten Wohnungen. Beitrag an die die Hochschule Luzern – Soziale Arbeit für die Erarbeitung planerischer Grundlagen: CHF 14000.—

Entwicklungsprozess «Zukunft Hasliberg»

Partizipativer Prozess und Gründung einer Trägerschaft. Ziel: Bau eines Mehrgenerationenhauses in Hasliberg. Beitrag an die Prozessleitung durch das Institut für soziokulturelle Entwicklung, Hochschule Luzern: CHF 40000.—

Projektbeschrieb Chrüzmatt/Stöckliacker

Professionell verfasster Projektbeschrieb für eine geplante Mehrgenerationen-Überbauung. Beitrag an die Projektgruppe Stiftung Alterswohnheim Chrüzmatt, Hitzkirch: CHF 7500.—

Grundlagen für nachberufliches Engagement älterer Menschen

Erforschung von Grundlagen für freiwillige Engagements älterer Menschen und Aufbereitung für die Praxis. Beitrag an die Hochschule Luzern – Soziale Arbeit: CHF 20000.—. 

Evaluation Lebensbedingungen in Genossenschaftssiedlung

Im der Genossenschaftssiedlung Mehr als Wohnen in Zürich hat die Stiftung Züriwerk Wohnungen und Ateliers für Personen mit kognitiven Beeinträchtigungen gemietet. Untersuchung, ob sich deren Lebens-qualität verbessert hat. Beitrag an die Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik, Zürich: CHF 8000.—

Forschungsprojekt «Capacity»

Wie können älteren, chronisch kranken Menschen mit Herz-Kreislaufproblemen, Diabetes u. ä. Beschwerden Bewegungs- und Sportangebote näher gebracht werden? Beitrag an das Institut für Epidemiologie, Biostatistik und Prävention, Universität Zürich: CHF 20000.—.

Machbarkeitsstudie «Einkommensentwicklung im Alter»

Auftragnehmer: Prof. Dr. Carlo Knöpfel und Team, Fachhochschule Nordwestschweiz. Im Auftrag von sechs Stiftungen und Organisationen. Beitrag der Walder Stiftung: CHF 15000.—.

Tageszentrum «Tapetenwechsel»

Aufbau eines Tageszentrums mit künstlerisch-musischem Schwerpunkt für alte, kranke und beeinträchtigte Menschen. Beitrag an den Trägerverein Tapetenwechsel, Frauenfeld: CHF 10000.—.

Zeitvorsorge KISS

Aufbau einer Nachbarschaftshilfe mit Zeitgutschriften. Beitrag an den Verein Kiss Schweiz, Sins: CHF 20000.—.

Treffpunkt Demenz und Kultur

Aufbau von Angeboten für Menschen mit Demenz. Beitrag an Initiantin und Projektleiterin Katharina Müller, Verein Treffpunkt Demenz und Kultur, Aeugst am Albis: CHF 20000.—.

Buch «Demenz – Geschichten, Fakten, Perspektiven»

Neues Standardwerk. Kostenbeteiligung: CHF 5000.—